Empathischer Lobpreis

„Gott ist es nicht egal, wie es uns geht. Darum sollte es uns auch nicht egal sein.“

Das richtige Lied zur richtigen Zeit kann uns in Verbindung bringen mit uns selbst, miteinander und mit Gott. Seit über 20 Jahren leite ich Lobpreis in verschiedenen Kirchen und Gemeinden. Ich verstehe unsere Lobpreiszeiten als Brücke, um uns von Gott abholen zu lassen und gemeinsam auf das zu schauen, was uns beschäftigt. Dabei ist es mir wichtig, dass jede*r darin Platz findet. Egal ob wir Trauer, Freude, Wut, Dankbarkeit, Depression, Einsamkeit oder Feierlaune in uns tragen. Und egal, ob wir schon lange dabei sind oder zum ersten Mal einen Gottesdienst betreten. Gott sieht jede*n einzelne*n von uns.

Deswegen liegen mir empathische Gemeindelieder besonders am Herzen. Lieder, die im Einklang stehen mit unseren Erfahrungen, mit unseren Zweifeln und mit unserer Geschichte. Lieder, die Dunkelheit, Leid und Tod nicht ausklammern, sondern mit hinein nehmen. Lieder, die uns verbinden mit uns selbst, weil wir uns genau so einklinken können, wie wir sind. Lieder, die uns miteinander verbinden, weil das jede*r mitsingen kann, ganz egal in welcher Lebenssituation wir uns befinden. Lieder, die uns verbinden mit Gott, weil sie uns Worte leihen, da wo unsere Gebete verstummen. Weil wir beim Zuhören und Mitsingen erfahren, wie Gottes Frieden uns berührt und unsere Hoffnung bei ihm aufatmet.

Solche Liederschätze gab und gibt es immer wieder. Sie können in stürmischen Zeiten trösten, stärken und beten helfen. Ich bin dankbar für die vielen durchglaubten und durchlittenen Kirchenlieder vergangener Zeiten. Und ich wünsche mir, dass meine Lieder auch ihren Teil dazu beitragen.

Ein ausführliches Gespräch über meine Idee vom Empathischen Lobpreis findet sich auch hier im ERF plus.